Die richtige Aufbewahrung und Pflege von Luxusuhren

Teure Uhren sind kostbar – in jeder Hinsicht. Entsprechend gilt es, sie adäquat zu behandeln, gut geschützt aufzubewahren und korrekt zu pflegen. Auch der Gang zum Uhrmacher muss regelmäßig erfolgen, um die Funktionalität, Robustheit und allgemeine Qualität der Luxus-Chronographen konstant hoch zu halten. Die wichtigsten DOs und DONTs im Überblick!

Luxusuhren richtig aufbewahren

Ein Chronograph oder anderer erstklassiger Zeitmesser sollte zwingend in einer trockenen und staubfreien Umgebung aufbewahrt werden. In Frage kommen beispielsweise die in der Regel mitgelieferte Uhrenbox oder auch ein im Handel erhältlicher Uhrenkasten. Essenziell ist, dass der Chronograph in das vorgefertigte Uhrenfach passt. Dies spielt insbesondere dann eine bedeutende Rolle, wenn mehrere Luxusuhren in den Kasten einziehen: Hat jede für sich den nötigen Raum, lässt sich beim Transport ein schädliches Aneinanderreiben der einzelnen Uhrengehäuse vermeiden.

Wissenswertes zur Reinigung

Im Falle längerer Tragepausen, aber auch bei tagtäglichem Gebrauch, bedürfen Edeluhren dann und wann einer gründlichen Reinigung. Mit einem weichen Tuch kann man das jeweilige Uhrengehäuse, den Boden und das eventuell vorhandene Metallband problemlos von Schweiß, Fettsäuren und Staubpartikeln befreien.

Achtung: Unter keinen Umständen chemische Reiniger oder solche mit Schleifpartikeln verwenden! Zwar bringt die erste Benutzung der Mittel einen optischen Erfolg mit sich. Allerdings greifen sie meist die Dichtungen an und beschädigen diese so sehr, dass die Chronographen zunehmend an Wasserdichtigkeit verlieren.

Apropos Wasserdichtigkeit: Handelt es sich um teure Uhren mit mindestens 10 atm, so empfiehlt sich die Benutzung eines leicht angefeuchteten, weichen und fusselfreien Tuchs zur Reinigung. Wer eine Luxusuhr mit Lederarmband auf diese Art säubern möchte, sollte Letzteres zuvor entfernen.

Umgang mit den Einzelteilen

Um den Chronographen als Ganzen funktionstüchtig und edel zu halten, müssen sämtliche Einzelteile – allen voran das Uhrenglas, das Armband und natürlich das Uhrwerk – angemessen gehegt und gepflegt werden.

Uhrenglas: Mineral- und Saphirgläser sind kaum empfindlich gegen Kratzer. Saphirgläser nehmen gar nur Schaden, wenn man sie mit einem Diamanten „quält“. Direkte Stöße wirken hingegen wie Gift auf beide Varianten, sie können das Glas schwer beschädigen oder zerstören. Demnach sollte man Erschütterungen, wie sie etwa beim Sport Gang und Gebe sind, tunlichst vermeiden – beziehungsweise die Luxusuhr vor entsprechenden Tätigkeiten ablegen und in die Aufbewahrungsbox befördern.

Armband: Luxusuhren besitzen für gewöhnlich ein Leder- oder Edelstahlarmband. Generell ist festzuhalten, dass nur solche Bänder, die explizit als wasserfest ausgewiesen sind, unter fließendem Wasser intakt bleiben. Bei Edelstahlbändern trifft dies zu, bei Ledermodellen hingegen nicht. Aus hygienischen Gründen empfiehlt sich bezüglich der Lederbänder ein kompletter Austausch alle ein bis zwei Jahre.

Uhrwerk: Mechanische (Automatik-)Uhren benötigen eine regelmäßige Pflege. Den Zeitpunkt dafür erkennt man am besten an markanten Gangabweichungen, die an und für sich untypisch für diese Edeluhren sind. Durchschnittlich ist eine Revision, bei der der Fachmann das Uhrwerk aus dem Gehäuse nimmt, zerlegt, reinigt und ölt, im Abstand von circa sechs bis zehn Jahren notwendig. Vorsicht: Bei Luxusuhren, die lange Zeit nicht zum Einsatz kommen und deren Schmiermittel dadurch verkleben und verharzen, wird der Service in kürzeren Intervallen dringlich.

Tipp: Wer seine Automatikuhr häufig für ausgedehnte Perioden ablegt, besorgt sich am besten einen sogenannten Uhrenbeweger – ein mechanisches Gerät, das dazu dient, die Luxusuhr aufzuziehen und betriebsbereit zu halten, auch wenn der Chronograph nicht getragen wird. Diese Maßnahme sollte ungefähr monatlich erfolgen, denn: Was rastet, das rostet!

WICHTIG:

  • Niemals die Datumsschaltung benutzen, wenn der Stundenzeiger zwischen 21:00 und 3:00 weilt!
  • Keinesfalls die Zeiger über 24:00 zurückdrehen! In dieser Zeigerstellung befinden sich Zahnräder des Uhrwerks, die das Datum weiterschalten und durch den manuellen Eingriff beschädigt würden.

Allgemeine Hinweise zum Schluss

  1. Sonnen- oder anderweitige Lichteinstrahlung schadet den Zifferblättern und Zeigern von Luxusuhren.
  2. Teure Uhren mit Quarzwerk brauchen alle zwei bis drei Jahre eine neue Batterie und müssen zu diesem Zweck zum Uhrmacher.
  3. Die bei wasserdichten Chronographen verwendeten Dichtungsmaterialien, etwa Gummi oder Kunststoff, werden durch verschiedenste Umwelteinflüsse nach einigen Jahren brüchig und porös. Um den Eintritt von Wasser ins Gehäuse und die damit einhergehende Zerstörung des Uhrwerks zu verhindern, ist ein diesbezüglicher Check im Abstand von etwa drei Jahren empfehlenswert.
  4. Kommt ein wasserdichter Chronograph mit Salzwasser in Berührung, sollte er anschließend eine Reinigung mit klarem Süßwasser zur Salzentfernung erfahren.

Neben all den hier aufgeführten Hinweisen sind selbstverständlich die Bedienungs- und Pflegeanleitungen der jeweiligen Luxusuhren zu beachten!

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