Der Chronograph – mehr als nur ein Statussymbol

Ein teurer Chronograph gilt als Statussymbol. Die Ursachen hierfür liegen vor allem in der Verwendung hochwertiger Materialien und der allgemeinen Komplexität dieser Luxusuhr. Häufig werden die entsprechenden Modelle in aufwändiger Handarbeit mit feinsten mechanischen Uhrwerken versehen. Was erstklassige Chronographen im Detail auszeichnet!

Was genau ist ein Chronograph eigentlich?

Der Begriff “Chronograph” leitet sich aus dem Altgriechischen ab – wörtlich übersetzt bedeutet er “Zeitschreiber”. Heutzutage handelt es sich bei teuren Luxuschronographen in der Regel um analoge Armbanduhren, die mit einer Stoppuhr sowie weiteren speziellen Funktionen ausgerüstet sind. Der Aufbau gestaltet sich wie folgt: Ober- und unterhalb der Krone verfügt ein Chronograph über jeweils einen Taster, der auch Drücker genannt wird. Während der obere Drücker als Start- und Stopp-Taste fungiert, dient der untere dazu, den großen Stoppzeiger auf dem Hauptzifferblatt wieder auf Null beziehungsweise zwölf Uhr zurückzustellen. Darüber hinaus befinden sich auf dem Hauptzifferblatt mit den gewöhnlichen Zeigern zwei oder drei kleine Zifferblätter: Im Zuge eines Stoppvorgangs zeigen diese “Totalisatoren” die verstrichenen Stunden, Minuten und/oder Sekunden an.

Weitere Besonderheiten von Luxuschronographen

In Abhängigkeit vom jeweiligen Hersteller der funktionalen Luxusuhren weisen Chronographen neben der Spezifikation durch die Totalisatoren weitere herausragende Merkmale auf:

  1. Mechanisches Automatik-Uhrwerk: Mit der sogenannten Unruh als Gangregler läuft die Uhr durch die Armbewegungen des Trägers oder die Zuhilfenahme eines Uhrenbewegers absolut exakt. Sie benötigt keine Batterie und bildet das Gegenstück zum wesentlich günstigeren Quarzmodell, das relativ ungenau arbeitet und regelmäßig neu synchronisiert werden muss.
  2. Lünette: Die Umrandung des Zifferblatts einer chronographischen Uhr heißt Lünette – der Term stammt aus dem Französischen, wo “lunette” so viel wie “kleiner Mond” bedeutet. Je nach Uhrenmodell gibt es verschiedene Varianten dieser Lünette. Exemplarisch seien die drehbare und die Tachymeter-Lünette näher vorgestellt:
    1. Drehbare Lünette: Lässt sich die Lünette drehen, so eignet sie sich dazu, Zeiten zu markieren (beispielsweise die Tauchzeit, wenn die Uhr zudem wasserdicht ist, was nicht selten vorkommt) oder auch eine zweite Lokalzeit anzuzeigen. Weiterhin ermöglicht sie die Darstellung von Winkeln und die Durchführung schneller Berechnungen.
    2. Tachymeter-Lünette: Bei einer bekannten festen Streckenlänge erlaubt die Tachymeter-Lünette die Abschätzung der Geschwindigkeit, mit der sich ein Objekt bewegt beziehungsweise ein Vorgang stattfindet. Das Ergebnis wird mittels der Zeiger präsentiert. Für Interessierte: Tachy- oder auch Tachometer leitet sich wiederum aus dem Altgriechischen ab, wo tachýs “schnell” und métron “Maß, Maßstab” bedeutet.
  3. Chronometer: Einige Luxuschronographen sind zusätzlich auch Chronometer. Uhren, deren Uhrwerke die Ganggenauigkeitsprüfung des unabhängigen Observatoriums “Contrôle officiel suisse des chronomètres” – kurz COSC – bestanden haben, erhalten einen Gangschein und dürfen den Schriftzug “Chronometer” führen.
  4. Kostbare Materialien: Neben den herausragenden Komplikationen, die Luxuschronographen integrieren, überzeugen auch die Hüllen der Uhren. Sie bestehen aus exzellenten Materialien – von Edelstahl bis hin zu nicht minder edlen Gold-Ausführungen ist die Vielfalt bezüglich der für die Gehäuse verwendeten Elemente beeindruckend groß. Auch die beanspruchten Armbänder setzen sich stets aus qualitativ überzeugenden Stoffen zusammen: Hierbei sind wiederum Edelstahl sowie auch Titan, bestes Leder und Kautschuk gern genutzte – weil robuste – Materialien. Hinsichtlich des Uhrglases kommt häufig Saphir zum Einsatz.
  5. Optische Highlights: In Anbetracht der Herstellung aus kostbarsten Materialien verwundert es nicht, dass die meisten Chronographen sehr elegant erscheinen. Das Farbenspektrum der Armbänder variiert von Silber und Grau über Braun bis hin zu leuchtendem Orange. In klassischem Weiß oder Schwarz sind häufig die Zifferblätter gehalten. Manche gefallen jedoch auch in modernem Blau oder mit rötlichen Akzenten.

Und wer hat diese außergewöhnliche Uhren-Art erfunden?

Um die Entstehung der chronographischen Uhr zu erfassen, muss man bis ins 17. Jahrhundert zurückblicken. Damals legten begabte Uhrenmacher die ersten Grundsteine für die heute so beliebten Luxusuhren. Die Erfindung selbst wird dem Franzosen Nicolas Mathieu Rieussec zugesprochen. Im Auftrag von König Louis XVIII. stellte er 1821 den ersten Chronographen her und meldete ein Jahr später ein Patent darauf an.

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